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GOLDMÜHL |
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Der Frankenhammer wird von H. Frank erbaut. Dieser wird 1536, nach 186 Jahren, außer Betrieb genommen. |
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1556 |
Goldmühl wird erstmals urkundlich erwähnt. Ein Mühlenbauer aus Böhmen baute die Goldmühle nebst Schneidsäge mit 6 Rädern im Auftrag des Margrafen Georg Friedrich. Die Kosten beliefen sich auf 900 Gulden, 18 Groschen und 6 Pfennige. |
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1570 |
Bergarbeiter siedeln sich an. Der entstehende Ort wird "Goldhütten" genannt. |
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1588 |
Der Ort wird in "Goldmühl" umgenannt. |
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| 1600 |
Der Gold-Mahlbetrieb wird eingestellt und eine Drahtzieherei in der Mühle eingerichtet. |
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1615 |
Die erste Gastwirtschaft wird in Goldmühl eröffnet. Georg Götz betreibt den jetzigen "Grünen Baum" |
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1635 |
Der erste Schmied Stephan Stechendörfer und der erste Müller Hans Michel werden erwähnt. |
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1645 |
Eine Rußhütte wird eingerichtet, die 200 Jahre lang in Betrieb sein wird. |
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1646 |
Im Fichtelgebirge baut Hans Rogler aus Vielitz bei Selb die ersten Kartoffeln in Bayern an. Von weit und breit kommen die Bauern um sich im Kartoffelanbau unterrichten zu lassen ! |
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1689 |
Die Mühle, jetzt auch Mahlmühle, wurde an einen gewissen Flessa verkauft. Diesem wurde 1694 ein berühmter Sohn gebohren, der 1775 als königlich-dänischer Generalsuperindentent und KOnsistorialrat starb. Er war Dichter des Gesangbuchliedes Nr. 293 "Ich will dich immer teuer lieben". |
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1712 |
Der Hufschmied Johann Wolfgang Ammons unterrichtet die Kinder des Ortes in Lesen und Schreiben und wird dadurch erster Schulhalter. |
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1769 |
Die Mühle wird neu erbaut. |
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1798 |
Der Ort zählt jetzt 33 Häuser mit 200 Einwohnern. Die Bleicherei ist eine gute Einkommensquelle. Es sind derzeit 14 Bleicherinnen beschäftigt. Weiter gibt es im Ort einen Salpetersieder, zwei Hammerschmieden und zwei Köhler. |
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1802 |
In der Bierwirtschaft wird eine Bäckerei eingerichtet und zwar durch den damaligen Eigentümer Konrad Christian Schmidt. |
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1811 |
Der Rußbrenner Egydius Michael Greiner erbaut ein Haus, das heutige Gasthaus "Schwarzes Roß" - eine Gastwirtschaft wurde darin allerdings erst 1839 eingerichtet. |
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1836 |
Im Juli wird mit dem Bau des Schulhauses begonnen. Bauzeit - 3 Monate. |
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1849 |
Georg Ernst Künneth, erster Sohn des Mühlenbesitzers, wandert nach Amerika aus und wird dort Farmer. |
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1867 |
Der Ort zählt 366 Einwohner. |
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1874 |
Im September wird die Freiwillige Feuerwehr gegründet. |
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1875 |
Ein Herr Pfander erwirbt den verödeten Frankenhammer und errichtet eine Holzstoffabrik. |
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1881 |
Guido Frenzel kauft die Holzstoffabrik und baut sie weiter aus. |
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1885 |
Der Gauverbandstag der Feuerwehren wird in Goldmühl abgehalten. |
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1888 |
Adam Götschel wird Bürgermeister und lößt hiermit den bisherigen Bürgermeister Künneth ab. |
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1896 |
Die Lokalbahnstrecke Goldmühl - Bischofsgrün wird gebaut und 1897 in Betrieb genommen. |
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1905 |
Der letzte Köhler Jakob Birkelbach verstirbt. |
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| 1909 |
Die Mühle ist im Februar abgebrannt. Am Goldberggebiet werden wieder Schürfungen vorgenommen. In Goldmühl gibt es mittlerweile vier Vereine, die Freiwillige Feuerwehr, den Militärverein, den Gesangverein Liederkranz und den Sängerbund Goldmühl-Frankenhammer. |
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1913 |
Bürgermeister Wehner verstirbt nach 14 jähriger Amtszeit. Als Nachfolger wird Heinrich Dürrschmidt gewählt. |
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1914 |
Die Freiwillige Feuerwehr feiert ihr 40 jähriges Jubiläum. Der 1. Weltkrieg bricht aus. Am 1. August, dem ersten Mobilmachungstag, bricht um 5 Uhr früh im Maschinenhaus der Plüschfabrik in Frankenhammer ein Feuer aus. Dank der Entschlossenheit der Feuerwehren, wird verhindert, dass die gesamte Fabrik niederbrennt. |
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1920 |
Wiedereröffnung des Goldbergbaus in Brandholz. Wegen der großen Kinderzahl wird ein 2. Lehrer angestellt. |
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1922 |
Die Einführung des elektrischen Lichtes wird beschlossen. Am 7. Novemver erleuchtet zum Ersten mal die Straßenbeleuchtung. Der Musikverein wird gegründet. |
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1923 |
Ein Liter Bier kostet 1.446.00.- Mark im Ausschank. |
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1924 |
Bernhard Stößlein wird Bürgermeister. Er wirkt bis 1929, danach wird Adam Grampp Bürgermeister. Das Goldbergwerk wird endgültig stillgelegt. |
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1927 |
Die 2. Lehrstelle an der Schule wird wieder aufgegeben. |
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1929 |
Oberlehrer Julius Meißel wird nach 30. jähriger Dienstzeit an der Volksschule Goldmühl in den Ruhestand versetzt. |
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1930-33 |
Große Not herrscht in der Gemeinde. Bürgermeister Grampp schreibt an das Staatsministerium des Inneren nach München und bittet um Anerkennung des westlichen Fichtelgebirges zum Notgebiet. Die Einwohnerzahl beträgt 319. |
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1932 |
Ein Urlauberpaar aus Zwickau stiftet die erste Bank für den Lindenplatz, als äußeres Zeichen der Verbundenheit der Urlaubsgäste mit der Einwohnerschaft. Es ist Herr Beckmann, ein Postbeamter. |
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1934 |
Der Gemeinderat erreicht, daß der Lindenplatz, bisher Stapelplatz für das Sägewerk, geräumt wird. Der Platz wird als Ruheplatz hergerichtet. |
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1935 |
Der erste Urlaubszug aus dem Gau Sachsen trifft im Juni ein. In Goldmühl verbringen 120 Personen für eine Woche ihren Urlaub. Insgesamt waren es für Berneck und Bischoffsgrün 690 Personen. Insgesamt sind dieses Jahr drei solcher Urlaubszüge eingetroffen. |
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1936 |
Das Schulhaus steht 100 Jahre, doch der Ort kann schon auf 300 jährige Schulgeschichte zurückblicken. |
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1937 |
Der Strompreis sinkt. 5 Urlauberzüge kommen in diesem Jahr nach Goldmühl. Der Fremdenverkehr hat starken Auftrieb. |
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1938 |
Wieder 5 Urlauberzüge. Der Vermieter bekam pro Urlauber und Übernachtung mit Frühstück 1.- RM. Der Volksempfänger hält Einzug und das ganze Dorf hört Rundfunk. Im Gemeindehaus Nr. 19 wird ein Kindergarten eingerichtet. Bürgermeister Grampp baut ein Fremdenheim mt 20 Zimmern. Der Gemeinderat beschließt den Bau eines Schwimmbades mit anschließendem Sportplatz. Das Schwimbad darf nicht gebaut werden, da zur gleichen Zeit die Ostmarkstraße an der Mainleite gebaut wird. Die Vogelbrücke wird als Verkehrsfalle bekannt und gefürchtet. |
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1939 |
Mathilde Söllner übernimmt die Mühle mit Sägewerk. Das Wohnhaus wird unter Anleitung des Landesamtes für Denkmalpflege umgebaut. Die Besitzerin schenkt dem Museum im neuen Schloß in Bayreuth einen seltenen Rokokokamin, zwei Stühle und einen Tisch. Der Betrieb der Mühle und des Sägewerks ist eingestellt. Kriegsausbruch zum 2. Weltkrieg. Im Februar treffen sicj junge Leute im Gasthof Schwarzes Roß zur Gründung einer KdF -Volkstumsgruppe. |
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1947 |
Der Ort zählt 245 Einwohner und 125 Flüchtlinge. Als Flüchtlingsvertreter wird Dr. Karl Kühn gewählt. Im Dezember überflutet ein gewaltiges Hochwasser das Tal. |
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1949 |
Im Januar versagen die Bremsen eines Sonderzuges aus Bamberg auf der Strecke von Bischoffsgrün nach Berneck. Der Zug rast Tal abwärts und kann in Berneck abgebremst werden. Am 4. Oktober wird in Goldmühl das Erntedankfest mit einem Festzug festlich begangen. Eine Erntekönigin fährt auf mit Früchten beladenem Wagen mit. |
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1956 |
Der Heimat- und Trachtenverein D`Weißmaintaler wird von Hans Zahn gegründet. |
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1957 |
Im April tritt Bürgermeister Mineif auf Verlangen des Gemeinderates zurück. Die Amtsgeschäfte übernimmt zweiter BM Lauterbach. |
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1963 |
Goldmühl leidet unter Wassermangel, der Anschluß an Bad Berneck wird erwogen. |
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1966 |
Die Volksschule wird aufgelöst. Die Kinder müssen ab 1967 in die Schule nach Goldkronach. Als letzte Lehrer wirkten Alfrad Loichen und H. Kowallik. |
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1978 |
Es erfolgt die Eingemeindung nach Bad Berneck und damit ist die Eigenständigkeit der Gemeinde Goldmühl beendet. |
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