Besucherbergwerke am Goldberg.

 

 Betreiber  -  Stadt Goldkronach.

 

Zufahrt mit PKW und Bus über Brandholz zum Parkplatz am Info-Haus am Goldberg.

Von Bayreuth kommend Weiterfahrt Richtung Goldmühl, dort rechts abbiegen nach Brandholz.

Von der B 303 kommend nach der Weißmainbrücke zweite Abfahrt - links nach Brandholz.

Zufahrt im Bereich Brandholz gut ausgeschildert.

 

Die Besucherbergwerke " Mittlerer Name Gottes " und " Schmutzler " sind vom 1. Mai bis ca. Mitte Oktober

an allen Sonn- und Feiertagen geöffnet. Ebenso das Info-Haus.

Ausgangspunkt für die Führungen ist das Info-Haus.    Toiletten im Gebäude.

Vorgesehene Führungszeiten :   11 - 13 und 15 Uhr ( Das kann sich 2022 wieder ändern)

Es kann ein Film, ca. 20 Minuten, über die Goldbergbaugeschichte Goldkronachs angesehen werden.

Am Info-Haus sind die Eintrittsgelder für die Besucherbergwerke und für das Goldwaschen zu entrichten.

 

Besuchergruppen müssen sich bei der Stadt Goldkronach anmelden um Führungsüberschneidungen und

Engpässe zu vermeiden.

Stadt Goldkronach:  Tel.  09273-984-17

                                   poststelle@goldkronach.bayern.de

Führungen können auch Wochentags nach Absprachen durchgeführt werden.

 

Goldbergwerk " Mittlerer Name Gottes ":

 

Führungszeit  -  ca. 90 Minuten.  Länge der Führungstrecke 200 Meter.  Festes Schuhwerk erforderlich.

Führung über den Pingenweg zur Kaue (Schutzgebäude). Dort Erhalt der Schutzkleidung und Übernahme

einer Grubenlampe. Danach Gang zum Mundloch (Stolleneingang).

Teilnahme ab dem 8. Lebensjahr.           Gästebuch liegt in der Kaue aus.

Gebühr: Erwachsene                               5.-    Euro

               Kinder ab 8 Jahre / Jugend      3.-    Euro

               Familienticket                           12.- Euro

               Gruppen ab 15 Personen          4.-   Euro

 

Goldbergwerk " Schmutzler ":

 

Kurze Wanderung vom Info-Haus zur Schmutzlerhütte. Dort Erhalt der Schutzkleidung und Grubenlicht.

Führungsstrecke ca. 40 Meter.

Es gibt keine Altersbegrenzung.  Familiengerecht.

Gebühr:  Erwachsene                                2,50  Euro

                Kinder / Jugend                         1,00 Euro

                Familienticket                            5.-     Euro

 

Goldwaschanlage:

 

Sie befindet sich direkt am Info-Haus.

Zwei überdachte Goldwaschbecken. Tafeln mit Goldwasch-Anleitung. Ausrüstung im Info-Haus erhältlich.

Anleitung auch durch einen Goldwäscher.

Gebühr :    Für Waschschüssel (Leihgabe) und Goldwaschsand      4,50 Euro   pro Person.

Die gewaschenen Gold-Flimmer sind echt und dürfen natürlich mitgenommen werden.

 

Bergwerk am Beerfleck in Brandholz:

 

Das 2019 neu entdeckte Bergwerk ist zwischenzeitlich zugänglich ausgebaut.

Aber kein offizielles Besucherbergwerk.

Erklärung durch eine Info-Tafel am Stolleneingang ( mit Ruhebank).

Bei Interesse einer Befahrung (Begehung) unbedingte Anmeldung bei der Stadt Goldkronach.

 

 

 

 

 

 


Besucherbergwerk Mittlerer Name Gottes  ---  Erweiterung der Kaue über dem Tagschacht.

Von Herbst 2015 bis zum Frühjahr 2016 wurde auf Anregung der Bergwerksführer die Kaue vergrößert.

Nun können sich ab dem 1. Mai 16 alle Besucher auch bei schlechter Witterung in einem geräumigen

Raum und vor allem im Trockenen umkleiden. Privatkleidung soweit erforderlich ablegen und die Schutz-

kleidung für die Befahrung (begehen) des Bergwerkes anziehen. Eine wesentliche Verbesserung bei den

Führungen.  

Die Führer bedanken sich bei den beteiligten Institutionen, die diese Kauen-Erweiterung ermöglicht haben.

 

Eine Kaue --  ist ein über den Schacht gesetztes leichtes Holzgebäude. Es diente Haspelknechten und Bergleuten als Schutz vor der Witterung ( heute Führern und Besuchern).

 

Abgebaute Minerale im Goldkronacher Bergrevier.

 

Gold.

Den einen ist es Schmuck und Pracht, den anderen Reichtum und Sicherheit: Gediegen Gold.

Es ist feinverteilt auf der ganzen Erde zu finden und doch zählt es zu den seltenen Elementen.

Alles geförderte Gold der Welt paßt in einen Würfel von nur 18 Metern Kantenlänge.

Gold erfüllt wie kein anderes Element im Periodensystem das Idealbild eines Edelmetalls schlechthin.

Es ist schön (es will also jeder haben), es ist selten (es kann also nicht jeder finden, deshalb ist es auch

teuer) , und es verwittert praktisch nicht (man kann also einen stabilen Schatz damit anlegen).

Einziger Nachteil:  Gold kann einem zwischen den Fingern zerrinnen.

 

Antimonit  (neue Mineralbezeichnung  -  Stibnit)

Ehemaliger Abbau an der Silberrose und im Bergwerk Schickung Gottes /  Brandholz.

Das Mineral ist bereits seit der Antike bekannt und wurde als schwarzer Schminkpuder zum Färben von

Augenliedern und Augenbrauen verwendet.

Es wurde auch zur Herstellung von Bronze eingesetzt.

In Brandholz kommt das Mineral in Antimonit-Quarzgängen (zum Teil auch mit Gold) vor.

Wirtschaftliche Bedeutung hat das Mineral durch seinen hohen Antimon-Gehalt von bis zu 71,7 %.

Dieses sehr seltene Metall, das lediglich 0,00002 % der Erdkruste ausmacht und als Legierungselement in

gehärtetem Getriebestahl, als Zumischung in Batterieblei, bei Gleitlagern, Buchdrucklettern und in der Halbleiterindustrie Verwendung findet, wird hauptsächlich aus Antimonit (Stibnit) gewonnen.

 

 

Die alte G O L D Z E C H E   ( Brandholzer Bergbauerinnerungen ).

1554

arbeitete man unter Leitung des Bergmeisters Jörg Grav auf die alte Goldzeche hin.

Man glaubte, diese nach 70 Lachter-Länge (140 Meter) zu erreichen.

Die betreibende Gewerkschaft hatte 112 Kuks (Anteile) vergeben. Allerdings mußte pro Quartal und Kuks

24 Groschen Zubuße gezahlt werden.

Im tiefen Stollen geriet man auf viele Goldadern, hielt sich dort aber nicht auf, sondern wühlte auf die alte

Goldzeche zu und fand endlich ----- viel Wasser in Fülle ----- zu dessen Behebung man (1555) bis zu 18

Wasserknechte anstellte.

Nach vielen Enttäuschungen kam man endlich wieder auf den alten Plan zurück, das Gold nicht in Klumpen

zu suchen, sondern mit kleinerer Ausbeute zufrieden zu sein, Pochwerke anzulegen und zwar durch er-

fahrene böhmische Meister (1556 - Goldmühl).

 

Herausgesucht aus alten Unterlagen  -  Heinz Zahn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus alten Zeitungsberichten.

(A.Spengler - Wernigerode / Studien über den Erzbergbau bei Brandholz.)

Goldgehalt bis 52 Gramm pro Tonne Roherz .

Es liegen noch 8,2 Tonnen Gold im Goldberg !!

 

Im Jahr 1907

fand sich eine neue Gewerkschaft zusammen.

"  Bergbau auf der Fürstenzeche und der Silbernen Rose ".

Die ersten Analysen ergaben dabei Durchschnittsgehalte von 35,4 Gramm Gold sowie 22 gramm Silber je

Tonne Roherz.

 

Fichtelgold A.G.

(Dr. Thomas Krassmann - Bad Windsheim.)

Die in dem Schacht (Ludwig-Wittmann-Schacht-200 m Tiefe) geförderten Erze wiesen einen Goldgehalt

von durchschnittlich 12 Gramm pro Tonne Roherz auf.